Man kann es kaum glauben: das Fotografen-Gewerbe ist frei! Am 28. Juni 2012 hat die Novelle von Wirtschaftsminister Mitterlehner den Wirschaftsausschuss im Parlament passiert und jetzt steht nur mehr noch die Beschlussfassung im Nationalrat an, bis die Novelle durch ist. Ab dann können Österreichs Fotografen-Talente auch ohne Zugangsbeschränkungen das Fotografengewerbe ausüben.
In diesem Kompromiss haben sich die derzeitigen Berufsfotografen jedoch noch die Privatkunden für die nächsten Jahre gesichtert. Denn ohne Ausbildung darf man erst ab 3 Jahren Praxis für Private arbeiten. Das zeigt aber auch deutlich, dass viele Berufsfotografen Ihre “Profession” in der Vergangenheit auf den Privatkunden ausgerichtet haben, wo der Qualitätsanspruch eh nicht so hoch ist ;-) Man kann gespannt sein, was das für den Markt bedeutet ;-) Ich freue mich jedoch auf den freien Markt und damit auf viele neue Talente.
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Endlich wird darüber diskutiert, das Gewerbe des Fotografen für alle zu öffnen und als freies Gewerbe zugänglich zu machen. Bisher war es in Österreich nämlich nur möglich, Werbefotos von einem Fotografen mit Meisterprüfung und angemeldeten gebunden Gewerbe zu verwenden.
Das Argument der Fotografen-Innung war immer, dass es eine fundierte Ausbildung benötigt, um mit den technischen Apparaturen und der Fotoentwicklung professionell umzugehen. In Zeiten, wo es aber durch einfach zu bedienende Digitalkameras und Bildbearbeitungssoftware bereits jedem möglich ist gute Fotos zu machen, führt dieses Argument ad absurdum. Vielmehr zeigt dieses langjährige Wehren der Innung gegen eine Öffnung des Gewerbes die Angst vor dem zukünftigen und kreativeren Mitbewerbern auf.
Das die Gefahr einer Abwertung des Fotografen-Berufsstandes ausgeschlossen ist, beweist die Öffnung des Gewerbes bei den Werbeagenturen. Durch den freien Markt und den größeren Wettbewerb waren die Agenturen gezwungen mehr Innovation und Profession zu bieten, um sich weiterhin behaupten zu können. Profitiert hat davon die gesamte Werbewirtschaft und vor allem der werbetreibende Kunde.
Durch die Öffnung des Fotografen-Gewerbes gibt es viele Gewinner. Unternehmen werden viel schneller und günstiger Fotos erhalten und Agenturen wird es leichter fallen ihre Ideen umzusetzen. Gute Fotos werden jedoch auch in Zukunft ihren Preis haben, denn es ist nicht das technische Know-How das ein gutes Foto ausmacht, sondern vielmehr die Kreativität und das Gespür des Fotografen.
Wer die Petition für die Freigabe des Fotografengewerbes unterstützen möchte,
findet diese Möglichkeit auf folgender Seite: http://www.freiefotografie.at
Eine Sammlung von Presseberichten: http://www.freiefotografie.at/site/presse
Der Journalist Christian M. Kreuziger schreibt darüber in seinem Blog: http://gesudere.at/blog/?p=4567