Spätestens seit der Affäre um die teilweise abgeschriebene Doktorarbeit des deutschen Ministers Guttenberg ist das “Kopieren” von geistigen Eigentum wieder in aller Munde. Auch in Österreich wurde vor wenigen Tagen von der “Initiative Transparente Wissenschaft” ein Plagiats-Wiki gegründet, dass die Öffentlichkeit gegen die Kopiergewohnheiten so mancher Personen und Länder aufruft.
In der Werbung ist das Kopieren jedenfalls verpönt und wird, laut Meinung von Werbeprofis, nur von einfallslosen Agenturen gehandhabt. Doch wann handelt es sich wirklich um eine Kopie einer Werbeidee? Vielleicht ist so mancher Werbezwilling doch nur purer Zufall. Das kann ja passieren. Vor allem wenn eine Werbeidee sozusagen “auf der Hand liegt”.
Ist das gewollte Kopieren einer Werbeidee also wirklich so ein Fauxpas?
“Nicht mit Erfindungen, sondern mit Verbesserungen macht man Vermögen.“, sagte bereits Henry Ford und wenn man die Fernsehsender beobachtet ist das Kopieren von Sendeformaten nicht nur Praxis, sondern Geschäft. Joe la Pompe ist ein französisches Archiv, dass Werbezwillinge sammelt. Hier kann man sehr gut beobachten, dass Kopien oft besser sind als die Originale. Letztendlich geht es in der Werbung doch primär nur um eines: zu verkaufen! Und es spricht einiges dafür, funktionierende Ideen dafür für sich zu nutzen.
Kopieren, ob gewollt oder ungewollt, hat jedoch einige gravierende Nachteile. Im folgendem Beispiel aus Graz sind diese deutlich erkennbar (die Ähnlichkeit kann aber durchaus ein Zufall sein):
Ein Beispiel von zwei Kampagnen, die aktuell laufen und die zum Verwechseln ähnlich sind.
Man erhöht mit einer Kopie sehr schnell die Verwechslungsgefahr zum Erfinder und die Marke verliert sehr leicht an Eigenständigkeit und Anziehung. Grundsätzlich gilt daher (das ist meine Meinung):
Abschauen und davon lernen ist gut. Mach es jedoch immer besser!















